Es ist ein ruhiger Herbstabend, als die achtjährige Emily zusammen mit ihrer Mama auf der Terrasse in den sternenklaren Himmel schaut. Mit großen Augen bestaunt sie die Sterne, die heute so hell und nah funkeln, dass sie glaubt, sie kann sie mit den Händen erreichen. Es ist einer dieser kostbaren Momente, die für uns Großen nur schwer in Worte zu fassen sind.
„Mama, was ist Frieden?“ fragt Emily plötzlich, ihre Stimme leise und ernst.
Ihre Mama lächelt sanft und streicht Emily über das Haar. „Oh, das ist aber eine besondere Frage, meine Kleine“, antwortet sie. „…weil Frieden etwas ganz Besonderes ist. Frieden bedeutet, dass Menschen in Harmonie miteinander leben. Ohne Streit, ohne Neid, ohne Kämpfe und Kriege.“
Emily runzelt die Stirn und denkt einen Moment nach. „Und gibt es überall einen Frieden?“
Ihre Mama seufzt leise und blickt auf die funkelnden Sterne. „Ich wünschte, das wäre so, mein Schatz. Leider gibt es auf der Welt manchmal Konflikte und Streitigkeiten zwischen Menschen. Und die führen zu viel Schmerz und Leid, vor allem bei denjenigen, die eigentlich nicht daran beteiligt sein wollen.“
„Das klingt traurig“, sagt Emily leise. „Aber wie können wir Frieden haben?“
Ihre Mama lächelt und erzählt Emily eine Geschichte aus ihrer eigenen Kindheit. „Weißt du, als ich in deinem Alter war, hat mir meine Oma eine Geschichte erzählt. Sie sagte, dass Frieden jeden Tag in kleinen Handlungen und Gesten beginnt. Ein Lächeln, ein freundliches Wort oder eine helfende Hand können den Unterschied ausmachen.“
Emily denkt einen Moment nach. „Aber wie kann ein Lächeln oder ein freundliches Wort die Welt verändern, Mama?“
Ihre Mutter drückt Emily sanft an sich. „Nun, mein Schatz, wenn jeder Mensch auf der Welt tagtäglich ein Lächeln schenken und freundlich zu den anderen sein würde, dann würden sich die Herzen der Menschen öffnen. Sie würden verstehen, dass wir alle Teil derselben großen Familie sind und, dass wir zusammenhalten müssen, um Frieden zu finden.“
Emily lächelt und drückt sich fester an ihre Mama. „Ich werde jeden Tag ein Lächeln schenken, Mama, und versuchen, freundlich zu sein. Vielleicht kann ich einen kleinen Teil zum Frieden in der Welt beitragen.“
Ihre Mutter küsst Emily auf die Stirn und flüstert, „Das wäre wundervoll, mein Schatz. Du kannst die Welt auf deine eigene Weise besser machen, und das ist der Anfang von echtem Frieden – im Herzen eines jeden von uns.“
Emily und ihre Mama sitzen unter dem funkelnden Sternenhimmel, Arm in Arm, voller Hoffnung auf eine Welt, in der Frieden und Liebe herrschen. Eine Welt, die durch kleine Gesten und das Lächeln eines Kindes ein Stückchen näher rückt.
