Wenn die Familie von drei auf vier Personen wächst, funktioniert das natürlich nicht plötzlich über Nacht. Ganze neun Monate wird sehnsüchtig dem Zeitpunkt entgegengefiebert, der schließlich – ENDLICH – die ganze Familie verzaubert, und zwar der Geburt des Babys. Ob Brüderchen oder Schwesterchen, so lange es auch da drin in Mamas Bäuchlein heranwuchs, so PLÖTZLICH ist es dann aber da – und trotz aller Vorbereitungen verändert sich das Leben aller Familienmitglieder.

Das große Geschwisterchen. Der Tag der Geburt ist gekommen: Alle Szenarien wurden im Vorhinein durchgesprochen, wo, wann, wie und vor allem wer dann in den Stunden „X“ auf das große Geschwisterchen schauen kann, wenn der Papa die Mama im Kreissaal „anfeuert“. Und trotz aller Vorbesprechungen und auch Erklärungen sind genau diese Stunden ebenso aufregend für das Kind, dass vom Zuhauser der Großeltern, Tanten oder Freunden aus die Ankunft des Babys erwartet. Schließlich standen weder der Tag noch die Uhrzeit vorher fest. Ein Überraschungsfaktor, der ganz schön viele Emotionen mit sich bringt, und zwar für die großen und die kleinen Beteiligten. Emotionen, die ganz plötzlich vielleicht gar nicht einzuordnen sind – so auch beim ersten Besuch des kleinen Geschwisterchens. Ganz plötzlich sind sie da, diese Gefühle, die noch nie zuvor in dieser Form empfunden wurden und das winzige, süße Baby für alle Zeit der Welt an sie bindet. 

Gemeinsames Ankommen. Und ganz plötzlich betritt man also das gemeinsame Zuhause, nicht mehr nur zu dritt, sondern zu viert, und bringt das schönste Gut an den Ort, an dem die Familie zusammenwachsen kann. Es ist der Platz, der ab dieser Sekunde auch für das neue Familienmitglied zum persönlichen Wohlfühlort wird, ganz egal ob hier erstmal alles liegen und stehen bleibt. Der Geruch, die Geräuschkulisse, die gesamte Atmosphäre verändert sich zusammen mit dem süßen Neuankömmling, sodass das Zuhause über Nacht noch intensiver und liebevoller wird, wie es bereits war. 

Zusammen finden. Auch wenn man sich die ersten Tage oder gar Wochen über die Anwesenheit des Papas freuen kann, bedarf es einiges an Zeit und Geduld bis sich das altbekannte eingespielte Team Eltern und Kind wieder einfindet. Vorbereitungen hin oder her, mit einem neuen Baby wird ganz plötzlich der Alltag komplett aus der Bahn geworfen, ebenso werden auch die Rollen und Aufgaben in der Familie neu verteilt: die Mama ist nun zweifach-Mama, der Papa ebenso zweifach-Papa, und das Geschwisterchen wird ganz plötzlich zum „großen“ Kind. Eine Situation, die plötzlich eingetreten ist, aber erst mit der Zeit einiges an easy läuft, wie es die Familienmitglieder von vorher gewohnt waren. Und zwar geschieht das erst dann, wenn sich alle neu zusammengefunden haben: als Eltern, als Partner, als Geschwister, als Team, als Familie. Wie lange das dauert ist ebenso individuell wie die plötzlichen Veränderungen, die damit einhergehen. Diese bewusste Zeit der Neufindung ist für die Familie eine der aufregendsten Zeiten schlechthin und auch von großer Bedeutung für die darauffolgenden Wochen und Monate.

Mama, Papa, Kind und Baby. Über Nacht war sie also geboren, die „neue“ – nun vierköpfige – Familie. Mit plötzlich noch weniger Schlaf, noch weniger Ruhephasen, dafür mit doppelt so vielen Aufgaben und Verpflichtungen wie zuvor. Doch ganz plötzlich wird noch viel mehr gekuschelt, die Zeit intensiver und bewusst zusammen genossen, dabei noch mehr gekichert und einander noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt: dem Baby, dem großen Geschwisterchen, dem Papa, der Mama. Eines ist nämlich sicher: so PLÖTZLICH dieses kleine zuckersüße Baby die Familie auch aus der Bahn geworfen hat, so verzaubert hat sie sie. Denn je größer die Familie, desto größer ist die tagtägliche Liebe, die jeder einzelne davon zu spüren bekommt.

Wie unsere gemeinsame „Ankunft“ als vierköpfige Familie war? Seit dem Tag der Geburt unseres Sohnes schlichtweg unbeschreiblich, und zwar jeden einzelnen Tag der letzten drei Monate.

Babyfüße Levi
Fotocredit by Katharina Gruber @fotobrillant.at

 

Posted by:Steffi

Herzlich Willkommen auf meinem persönlichen Mamablog! Hier schreibe ich, Steffi (29) über das Kinderglück mit meiner dreijährigen Tochter, arbeiten als Mama und ganz viel Alltagskram. Viel Spaß beim Lesen!

2 Antworten auf „Plötzlich zu viert

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