Dass das 3. Trimester meiner Schwangerschaft so vorbeiflog wie die ersten beiden kann ich nicht bestreiten, ja nicht mal mehr einen Blogpost dazu habe ich geschafft. Gedanklich war ich hauptsächlich bei der Ankunft unseres zweiten Babys, weshalb bereits in der Woche 33 alles bereitstand: Klinktasche, Maxi Cosi, Bettchen, Pampersvorrat und die sauber einsortierte Kleidung. Ich war bereit, ja konnte es kaum mehr erwarten. Denn so sehr ich das letzte Drittel meiner Schwangerschaft genießen konnte, so anstrengend war es zugleich. Ich war happy, rundherum, doch hatte ich einfach keine Lust mehr, Punkt. Ich wollte mein Baby, lieber heute als morgen. Und mit diesem Gefühl dauerten die letzten fünf Wochen ewig.

Ich war viel unterwegs, konnte den Mutterschutz zur Gänze genießen: vormittags gerne alleine, nachmittags mit meiner Großen. Beschwerdefrei durfte ich mich nämlich bis zum letzten Abend vor der Geburt fühlen an dem wir auch noch unterwegs waren. Und doch war Geduld noch nie so meine Stärke. Der Bauch wurde größer und größer, die Unternehmungen jeden Tag ein kleines bisschen anstrengender. Auch der Schlaf war nicht mehr ganz so erholsam wie in den beiden Trimestern zuvor.

Die ganze Schwangerschaft hindurch war ich mir bereits sicher, dass mich mein Babybub nicht bis zur 40. Woche warten lassen wird. Ich wusste: wir sind an Weihnachten bereits als Familie eingegroovt in unserem Zuhause, ET hin oder her. Wenn mich jemand nach meinem Geburtstermin gefragt hat habe ich stets gesagt, Anfang Dezember – trotz meines Termins am 16.12. Wir hatten das so abgemacht, der kleine Mann und ich, damit wir den Advent noch gemeinsam mit seiner großen Schwester genießen konnten.

Und doch ließ er sich Zeit, immer noch einen Tag länger. Ab der Woche 36 war ich in den Startlöchern, jeden Morgen, jeden Abend, jede Minute. Bei jedem Abendtermin vom Mann war geklärt, wie er sein Handy bei sich tragen musste, sodass er es auch während eines Auftritts sofort hören würde. Denn auch er fragte mich ständig: wann kommt er denn nun, unser Babybub? Wir wussten es, dass er es spannend machen wird, denn mit planmäßig nimmt es niemand in unserer Familie so genau – so wird es auch das Baby nicht tun.

Das letzte Trimester war also lange, gefühlsmäßig noch länger als das in meiner letzten Schwangerschaft. Als es damals in der Woche 27 hieß, dass ich keine weiten Strecken mehr zurücklegen sollte, meine Tochter sogar die Lungenreifespritze bekam, ging mir bis zum Schluss sowieso alles viel zu schnell. Die Aufregung darüber, was mit Baby alles auf uns zukommen wird, ließ die Wochen verfliegen. Dieses Mal wusste ich, was wir erwarten können: dieses unbeschreibliche Gefühl, wenn das Baby endlich da ist, es im Arm zu halten und stundenlang anzuschauen, abzuknuddeln, die zarte Haut zu streicheln und zu riechen, das gemeinsame Kennenlernen, dann noch dazu zusammen mit der großen Schwester. Dieser – meiner – Vorfreude verdanke ich das unendlich lange letzte Trimester.

Nichtsdestotrotz: wir haben es hinter uns und unseren Babybub nun bald vier Monate bei uns. Und er hielt sich auch an unsere gemeinsame Abmachung: der erste Adventsonntag, der gehörte nämlich uns – und es war, wie erwartet, das unbeschreiblichste Gefühl der Welt ❤

Foto Gassner

Fotocredit by Heidi von Foto-Gassner

 

Posted by:Steffi

Herzlich Willkommen auf meinem persönlichen Mamablog! Hier schreibe ich, Steffi (29) über das Kinderglück mit meiner dreijährigen Tochter, arbeiten als Mama und ganz viel Alltagskram. Viel Spaß beim Lesen!

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