„Puh, mit zwei Kindern ist es sicherlich stressig.“ „Da hast du sicher immer was zu tun!“ „Ich denke nur an deine Wäscheberge!“ „Das kann ja keinen Spaß machen!“ „Du wirst dich sicher freuen, wenn der Kindergarten wieder los geht.“ „Ehrlich, mit dir möchte ich nicht tauschen!“

Ganz einfach, MUSST DU AUCH NICHT!

Miesepeter. Leute, echt jetzt? Aussagen wie diese habe ich in den vergangenen Monaten zur Genüge gehört, ja sogar viel mehr. Wie anstrengend es doch sein muss Mutter zweier Kinder zu sein. Die Vierjährige zu beschäftigen während der jetzt neun Monate alte Bruder zuhause alles unsicher macht, wahrscheinlich tausend mal am Tag frische Kleidung braucht. Ein Leben zwischen ständigen Mahlzeiten vorbereiten, Wäsche aufhängen, Einkäufen, Gefühlsausbrüchen und nächtlichen Traras – ja wenn man das überhaupt Leben nennen kann.

Ähm ja, eh. Doch: Happiness is a choice, habt ihr davon schon mal gehört? Glücklich ist, wer glücklich sein mag, Anstrengung hin oder her, und jeder von uns hat sein Glück und sein Leben selbst in der Hand, auch wir Mamas und Papas.

Ja, wir essen und müssen einkaufen und Kleidung wechseln, wenn sie dreckig ist, das Waschen nicht zu vergessen und die Wohnung sauber halten – diese To Do’s hat vermutlich jeder „normale“ Erwachsene (sagt man zumindest), die einen neben der Arbeit, die anderen neben ihrer Kinder. Und ich sag‘ euch was, zweiteres kann so viel mehr schöner sein wenn man es will, Windelzusatz hin oder her. Neben all der „Mama-To-Do’s“ gibt es nämlich auch genügend freie Zeit, die der oder die Normalo neben einer 40 Stunden Arbeitswoche (oder mehr) eventuell nicht so einfach hat, und dann ist es auch noch unbeschwerte freie Zeit, für…

…Bewegung mit den Zwergen an der frischen Luft, bei Regen und Sonnenschein, im Frühling, Herbst und Winter, jeden einzelnen Tag.

…die Natur und die Jahreszeiten, um sie bewusst zu erleben, wie wir es als Kinder und nun mit unseren Kindern wieder können.

…Unternehmungen jeglicher Art, und wenn es nur die gemeinsame abendliche Radtour nach Papa’s Arbeit ist.

…endlose Kaffee(oder Sommerspritzer-)tratsche mit den liebsten Mama-Freundinnen, während die Kinder die gemeinsame Spielezeit genießen.

…gemeinsame Wochenendausflüge mit den Freunden, die auch Familien haben, um zusammen die wunderbarsten Kindheitserinnerungen zu machen.

…bewusste Spritzerabende mit den Freundinnen, wenn der Papa Zuhause übernimmt.

…oder auch mal ausgedehnte Ausgehnächte, als wäre man wieder zwanzig, wenn Mama und Papa Oma sei dank mal zusammen die Piste rocken dürfen (ja, diese Abende sind heilig!).

…Reisen, die noch besonderer sind, weil sie gemeinsam mit den Kleinen und ihren Kinderaugen erlebt werden dürfen.

…gemeinsame Kuschelsonntage, wenn das Wetter mal nicht mitspielt – oder auch einmal einen ganzen Sonntag lang eine Staffel der Lieblingsserie schauen, währenddessen die Kinder daneben spielen oder beschäftigt werden.

…Sommer wie damals, als man selber Kind war: schon morgens draußen und am liebsten Baden, bis die Sonne untergeht.

Und und und.

Karenzzeit oder Elternzeit kann so viel mehr sein als nur eine anstrengende Zeit mit den Kindern. Es können die schönsten und ereignisreichsten Monate sein, wenn man sie zu solchen machen will. Denn das Leben ist so, wie man es selbst gestaltet, sei es mit oder ohne Kinder. Ein glückliches Leben zu führen ist eine bewusste Entscheidung, die Mama oder Papa selber treffen muss, die Voraussetzungen dafür sind ja schon gegeben: die Kinder. Und zwar die, die von Geburt an glücklich und erfüllt sind, ganz egal was Mama oder Papa mit ihnen heute unternehmen. Sei es die Bergtour in der Krax, ein Ausflug zum Abenteuerspielplatz oder eine Reise durch ein fernes Land. Das Tolle dabei ist doch, dass Kinder genau dann glücklich und zufrieden aufwachsen, wenn sie diesen Gemütszustand von uns Großen von der Biege auf erleben.

Anstrengungen und Sorgen, vor denen sind wir alle nicht gefeit, denn ja, die haben wir auch alle, und zwar in unterschiedlichsten Arten. Und doch liegt es an uns selbst, wie man ihnen entgegensieht, um ihnen entgegenzuwirken oder sie gar zu bezwingen. Erstmal Einstellung, Baby.

Wann, wenn nicht jetzt?! Wer also bis dato immer noch daran glaubt, dass egal an welchem Tag sowieso alles immer Banane ist, es zu spät ist, oder anstrengend, oder heute nicht passt, weil die Sonne nicht wolkenlos über uns scheint, dem biete sich wohl an seine Augen und vor allem seinen Geist zu öffnen, um etwas Glück in sein Leben zu lassen, egal ob mit oder ohne Kinder. Denn wer sein Leben nicht liebt und sich nicht daran erfreuen kann, egal welche Möglichkeiten sich einem bieten, der macht definitiv irgendwas falsch. Und das kann nicht die Lösung sein, denn dieses Leben, das führen wir alle nur einmal.

Ooooohm.

 

Posted by:Steffi

Herzlich Willkommen auf meinem persönlichen Mamablog! Hier schreibe ich, Steffi (29) über das Kinderglück mit meiner dreijährigen Tochter, arbeiten als Mama und ganz viel Alltagskram. Viel Spaß beim Lesen!

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