*Achtung: Serienwerbung 😉

Gespannt wurde die neue Staffel von Haus des Geldes erwartet. Darauf folgten die neuen Folgen von Ozark, Sex Education und der Rest von The Witcher. Letzteres traf zwar dieses Mal gar nicht so meinen Geschmack, aber nach You und Stranger Things fehlte etwas die Abwechslung.

Corona hat uns also in letzter Zeit auch etwas gemütlichere Feierabende beschert. Fein, ganz klar, doch ertappe ich mich jeden zweiten, dritten Abend beim Gedanken an die Zeitverschwendung. Hatte ich mir nicht für die Abenden dieser Woche etwas anderes vorgenommen? Wollte ich nicht mit „meinem Ding“ durchstarten? Mich selbstverwirklichen? Ich wollte Bücher lesen, mich ordnen, strukturieren. An meinem Projekt arbeiten. Ich fühle mich ja nicht komplett und so. Ähm ja, uff…. mittlerweile ist schon Donnerstag, das Wochenende steht bevor. Nächste Woche starte ich dann, spätestens wenn wir mit dieser Serie durch sind.

Kennt diese Gedanken jemand? Bitte sagt, es gibt euch, liebe Mamas da draussen, die diese „Probleme“ mit mir teilen!

Vom Mama-Alltag und der Zeitverschwendung. Der Tag als Mama endet eigentlich nie, sondern läuft rund um die Uhr. Doch wenn er ruhiger wird, für gewöhnlich abends, dann überkommt auch mich gerne die Lust mich auszurasten. Legitim, nach allem was tagsüber erledigt wurde: die Arbeit, der Haushalt, die ganzen Erlebnisse mit den Kindern, die 200-prozentigen Aufmerksamkeit. Und dann ist es plötzlich acht Uhr, die Kinder schlafen. „Schnell“ wird der Rest des Chaos‘ beseitigt und dann – endlich – hat Mama (und auch Papa) ihren (seinen) wohlverdienten Feierabend. Ein kurzes Hinsetzen auf die Couch genügt und alle Vorhaben scheinen vergessen zu sein. Der Kopf schaltet sich irgendwie einfach auf Stand By, das Babyphone wäre zur Not eh an. Der TV wird eingeschaltet und los geht’s. Vielleicht daneben noch etwas durch Instagram scrollen und schon ist es zwei Stunden später. Was wollte ich eigentlich tun? Egal, heute ist es schon spät, morgen dann. Das schlechte Gewissen etwas besänftigen. Es ist ein Teufelskreis.

Alles nur Ausreden. Will ich wirklich etwas ganz bestimmtes machen oder ist es nur eine lose Idee in meinem Kopf? Bei Zweiterem fallen die Ausreden leicht um gar nicht erst damit anzufangen. Will ich Projekt XY jedoch wirklich umsetzen bedarf es einen Plan: wann, was, wie. Und noch viel wichtiger: eine Portion an Disziplin sich diese Zeit auch einzuräumen und zu nehmen. Will ich es wirklich, muss ich damit anfangen einen ersten Schritt zu setzen, und das nicht erst in zehn Jahren. Also bedarf es Willenskraft um es zu starten und durchzuziehen, eventuell auch etwas Unterstützung vom Partner. Beim Zeit freiräumen, sei es im Alltag mit den Kindern, oder auch an den Feierabenden, wenn es wieder heißt ,,Schau Schatzi, diese Serie wäre auch etwas für uns!“ 😉

Sich bewusst die Zeit einteilen. Nun bin ich keine Supermom, schon gar kein Superhero und noch weniger jemand, der ohne viel Schlaf auskommen kann. Doch sich verwirklichen zwischen den Kindern, der Arbeit, Netflix und Instagram erfordert eine ordentliche Einteilung und Disziplin, die ich leider auch nicht ständig beibehalten kann. Aber ich versuche es. Mit einem groben Aufgabenplan.

Yoga am Morgen. Der Haushalt wird großteils neben den Kindern erledigt. An Arbeitstagen darf er liegen bleiben. Bewegung an der frischen Luft, weil es mittags nur eine schnelle Küche gibt. Besser aber: der Mann bringt heute die Kinder ins Bett, damit ich Zeit zum Vorkochen für den nächsten Tag habe. Mittags, während der Juniors sein Mittagsschläfchen hält und die Maus alleine spielt hat Mama Zeit zum Schreiben, lesen oder Sonstigem. Das was sich nicht ausgeht oder nicht fertig wird, dafür wird am Abend Zeit eingeräumt. Bin ich danach noch nicht zu müde, geht sich Wäsche zusammenlegen und Folge 4 von Staffel 3 noch aus. Oder eben nicht.

Die Kinder schlafen. Ich bin fertig mit Vorkochen. Es ist noch super angenehm draussen. Ab in die Sportsachen und ab zum Joggen. Meine Geschichte kann auch morgen Mittag fertig werden. Und siehe da, motiviert von meiner Laufrunde geht es sich doch heute noch aus, während der Mann ebenso sein Ding zuhause macht. Motivation ist ansteckend, war sie schon immer. Jetzt sind wir aber müde, das Wäschefalten muss auf morgen verschoben werden. Folge 4 von Staffel 3 schaffen wir aber noch, so als Belohnung. Und es geht mir gut – und das ist doch die Hauptsache!

Prioritäten setzen – ist gar nicht so einfach. Zu spärlich scheint die Zeit zu sein, die uns Eltern nur für uns bleiben. Und der innere Druck sich selber nicht zu genügen wächst und wächst. Man will schließlich auch neben den Kindern was bewirken, vor allem in sich selbst. Die anderen schaffen es schließlich auch. Noch ein Grund mehr das Handy nach 20 Uhr nicht mehr in die Hand zu nehmen. Wir wissen eh, was so viele andere Instamamas bewirken. Und sie können auch stolz auf sich sein, keine Frage. Doch jedem das Seine, denn wir sind nicht alle gleich.

Do more of what makes you happy! Dann wird der innerliche Druck auf einen selber nicht zu groß ständig etwas tun und leisten zu müssen. Denn auch Abende, an denen man absolut nichts macht, dürfen genossen werden. Ebenso Sportabende, ein gutes Buch oder diese eine feine Serie. Es gibt keine verschwendete Zeit, wenn diese Zeit glücklich macht.

Eine glückliche Zeit macht ausgeglichen, was wiederum positive Auswirkungen auf uns selbst hat: nicht nur das Selbstverwirklichen fällt leichter, sondern auch der Fokus darauf. Ebenso wie das Mama sein, Partnerin sein, Freundin sein, das sich-selbst-sein. Sich ständig mit anderen zu vergleichen macht auf Dauer unglücklich und bringt keinem etwas, vor allem nicht uns selbst. Deshalb hört in euch hinein: was braucht ihr heute um den Feierabend schön ausklingen zu lassen und euch etwas Gutes zu tun? Zeit zum Sport, für euer individuelles Projekt, zum Brainstormen, oder einfach ein Bad, ein Glas Wein mit eurem Partner oder einen Film? Seid ehrlich zu euch selbst – nicht jeder muss sich ständig selbstverwirklich müssen! Und das ist OK so!

 

Posted by:Steffi

Herzlich Willkommen auf meinem persönlichen Mamablog! Hier schreibe ich, Steffi (30) über das Kinderglück als 2-fach Mama, arbeiten als Mama und ganz viel Alltagskram. Viel Spaß beim Lesen!

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